Glaukomdiagnostik

Glaukom – der grüne Star – ist eine Erkrankung des Auges, die etwa ein Prozent der Bevölkerung ab dem 40. Lebensjahr betrifft. Die Häufigkeit an einem Glaukom zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Rund 800.000 Glaukom-Patienten gibt es in Deutschland, bei etwa drei Millionen liegt eine Vorstufe dieser Erkrankung vor.  

Erkrankungen der Sehnerven – das Glaukom

Bei einer Glaukomerkrankung schränkt sich Ihr Gesichtsfeld immer mehr ein, bis Sie schließlich fast gar nichts mehr sehen. Die fortschreitende Aushöhlung bzw. Schädigung der Sehnerven, die unterschiedliche Ursachen haben kann, wird als grüner Star (Glaukom) bezeichnet.  

Die Erkrankung am grünen Star erfolgt schmerzfrei. Zu dem Zeitpunkt, wenn Ausfälle im Gesichtsfeld vom Patienten selbst wahrgenommen werden können, sind bereits etwa 50 % der Fasern des Sehnervenkopfes zerstört. Aus diesem Grund ist eine gründliche Vorsorge besonders wichtig. 

Wem ist eine Glaukomvorsorge zu empfehlen?

Grundsätzlich ist niemand davor gefeit, am grünen Star zu erkranken. Es gibt aber bestimmte Risikofaktoren:  

  • Nach Überschreiten des 40. Lebensjahres steigt die Häufigkeit des Glaukoms.
  • Die Veranlagung für ein Glaukom ist vererblich.
  • Kurzsichtigkeit oder Vorerkrankungen wie Diabetes erhöhen das Risiko. 

Welche Vorsorgemaßnahmen gibt es?

Die übliche – auch von uns angebotene – Glaukomvorsorge umfasst die Untersuchung des Auges mit der Spaltlampe, einschließlich einer Kontrolle des zentralen Augenhintergrundes und des Sehnervs, sowie die Messung des Augeninnendrucks. 

Wir bieten Ihnen darüber hinaus erweiterte Vorsorgemöglichkeiten an, die Ihnen mehr Sicherheit geben:  

Papillen-Tomographie mit dem HRT.  

Mit diesem Verfahren lassen sich die Sehnerven und der Sehnervenkopf äußerst präzise vermessen. Mit einem ungefährlichen Laser wird die Oberfläche der Sehnerven in höchster Auflösung abgetastet. Ein Computer erstellt daraus dreidimensionale Bilder des Sehnervenkopfes, die eine viel genauere Beurteilung bieten als herkömmliche Methoden.  

Der eigentliche Messvorgang dauert nur wenige Sekunden, insgesamt können Sie mit einem Zeitaufwand von ca. 10 Minuten rechnen. Dabei ist die Untersuchung vollkommen schmerzfrei und gefahrlos.  

Das Ergebnis dieser Untersuchung wird von mir genau analysiert und für den späteren Vergleich abgespeichert. Ich berate Sie, in welchen Abständen eine Kontrolluntersuchung erforderlich ist, um den Verlauf zu überwachen – in den meisten Fällen ein Jahr.  

Das OCT-Verfahren

Die auf Lasertechnologie basierende Untersuchung ist unkompliziert und wenig belastend. Die so genannte Optische Kohärenztomographie (OCT) ist berührungsfrei und schmerzlos. Bei diesem modernen, hochauflösend  bildgebenden Verfahren tastet ein harmloser Laser das Auge in nur wenigen Sekunden ab. Mit einer Auflösung von Tausendstel Millimetern ermöglicht das OCT-Verfahren Einblicke von bisher ungeahnter Präzision und Aussagekraft. 

Messung des Augeninnendrucks 

Das Auge ist mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Dieses Kammerwasser sorgt mit einem konstanten Druck dafür, dass das Auge seine feste Form behält. Eine häufige Ursache für die Schädigung des Sehnervenkopfes (Glaukom) ist die Erhöhung des Augeninnendrucks. 

Zur Augeninnendruckmessung stehen uns spezielle Messgeräte zur Verfügung:Das Applanationstonometer und das berührungsfrei messende automatische Tonometer.